Die Trennung von Kunst und Alltag ist ein Relikt vergangener Tage. In einer wirklich lebendigen Stadt findet Kultur nicht nur hinter verschlossenen Museumstüren statt, sondern mitten im Leben. Wir bei Zunft[Werk] sind unglaublich stolz, einen Meilenstein für unsere Zunft[halle] in Berlin-Moabit verkünden zu dürfen: Die international renommierte Galerie Ebensperger zieht in die Arminiusmarkthalle! Ein Gewinn für die Kunst, den Kiez und die Stadtentwicklung.
In der Berliner Kunstszene machte die Nachricht schnell die Runde: „Die Galerie Ebensperger verlässt den Fichtebunker! Nach drei Jahren ist Schluss mit Frieren im ältesten erhaltenen Gasometer Berlins. Patrick Ebensperger hat sich etwas Neues ausgedacht: Er zieht mit seiner Galerie Ebensperger um in die Arminiusmarkthalle in Moabit.“ (Hier geht's zur Video-Ankündigung auf Instagram).
Raus aus der Kälte des Bunkers, rein in das pulsierende Wohnzimmer des Kiezes. Für uns ist dieser Umzug weit mehr als nur ein Standortwechsel – es ist die perfekte Vollendung unseres Konzepts vom „Dritten Ort“.
Ein Faible für historische Räume
Die Galerie Ebensperger ist weit über die Grenzen Berlins hinaus dafür bekannt, dass sie den sterilen, weißen "White Cube" meidet. Patrick Ebensperger sucht für sein zeitgenössisches Programm stets außergewöhnliche, historisch aufgeladene Orte.
Genau hier greift das Zunft[Werk]-Prinzip des Adaptive Reuse. Die kathedralenartige Architektur der Arminiusmarkthalle aus dem Jahr 1891 mit ihren 15 Meter hohen Decken und gusseisernen Säulen bietet einen epochalen Rahmen für zeitgenössische Kunst. Die Halle atmet Geschichte, und die Kunst gibt ihr eine völlig neue, zukunftsweisende Stimme.
Ein Roster der internationalen Extraklasse
Das Programm der Galerie, das häufig an der spannenden Schnittstelle von Film, raumgreifender Installation, Performance und Malerei operiert, bringt absolute Schwergewichte der internationalen Kunstszene nach Moabit. Zu den bekanntesten Positionen gehören:
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Tim Etchells: Der britische Künstler und Leiter von Forced Entertainment prägt Räume mit seinen leuchtenden Neon-Installationen und kraftvoller Sprachkunst.
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Gundula Schulze Eldowy: Eine Ikone der deutschen Dokumentarfotografie, deren ungeschönte Arbeiten aus der Wendezeit Kunstgeschichte schrieben.
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Bjørn Melhus: Der international gefeierte Medien- und Videokünstler bricht mit seinen experimentellen Kurzfilmen Sehgewohnheiten auf.
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Jan St. Werner: Als Mitbegründer von Mouse on Mars bringt er faszinierende, experimentelle Sound-Installationen in die Galerieräume.
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Julius Deutschbauer: Der österreichische Konzept- und Performancekünstler, der unter anderem mit seiner „Bibliothek ungelesener Bücher“ berühmt wurde.
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Lea Draeger: Die Schauspielerin und Künstlerin fasziniert mit ihren filigranen, dichten Kugelschreiberzeichnungen.
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Christian Schwarzwald: Ein Meister der raumgreifenden, konzeptionellen Zeichnung und großflächiger grafischer Systeme.
In thematischen Ausstellungen zeigt die Galerie zudem immer wieder Arbeiten historischer Kunst-Ikonen wie Franz West oder Blalla W. Hallmann. Und auch beim legendären Gallery Weekend Berlin kreuzen sich hier die Wege großer Namen: So werden im Rahmen dieses Events oftmals auch Arbeiten des Weltregisseurs Wim Wenders ausgestellt, der als brillanter Fotograf und bildender Künstler agiert.
Die Demokratisierung der Kunst
Warum ist das für die Stadtentwicklung so wichtig? Weil Zunft[orte] Schwellenängste abbauen. Wer bisher den Weg in eine elitäre Galerie scheute, begegnet der Kunst nun ganz natürlich beim Wocheneinkauf oder beim Abendessen.
In der Arminiusmarkthalle verschmelzen Handwerk, Kulinarik und Hochkultur. Sie können ein Glas Spitzenwein trinken, ghanaisches Streetfood oder neapolitanische Pizza genießen und im nächsten Moment vor einer Videoinstallation von Bjørn Melhus stehen. Kunst wird wieder nahbar. Sie wird Teil des Diskurses am langen Holztisch unserer Markthalle.
Wir heißen Patrick Ebensperger und alle Künstlerinnen und Künstler herzlich in der Arminiusmarkthalle willkommen. Kommen Sie vorbei, erleben Sie Kunst ohne Frieren – und feiern Sie mit uns das Leben im Kiez!
Weitere Informationen zum Programm der Galerie finden Sie unter: ebensperger.net