Mikroplastik in Kosmetik: Welche Inhaltsstoffe Sie vermeiden sollten

Mikroplastik in Kosmetik: Welche Inhaltsstoffe Sie vermeiden sollten

Mikroplastik ist längst kein Randthema mehr – es betrifft Umwelt, Gesundheit und unsere tägliche Pflegeroutine. Ob in Peelings, Duschgels, Make-up oder Shampoos: Viele herkömmliche Produkte enthalten winzige Kunststoffpartikel, die über das Abwasser in Flüsse und Meere gelangen und dort kaum abbaubar sind. Wer bewusst einkaufen möchte, sollte die typischen Mikroplastik-Bezeichnungen kennen – denn sie verstecken sich oft hinter harmlos klingenden Namen.

 


 

Was genau ist Mikroplastik?

Mikroplastik umfasst feste Kunststoffpartikel unter fünf Millimetern Größe. In Kosmetik werden sie als Peelingkörper, Verdickungsmittel oder Filmbildner eingesetzt. Dazu kommen gelöste synthetische Polymere, die sich wie ein Film auf Haut oder Haar legen und ebenso problematisch sind. Beide Formen gelangen über das Abwasser in die Umwelt – und bleiben dort über Jahrzehnte.

 


 

Diese Inhaltsstoffe sollten Sie vermeiden

Viele problematische Kunststoffe verstecken sich hinter schwer verständlichen INCI-Bezeichnungen. Besonders kritisch sind:


Polyethylene (PE)

Polypropylene (PP)

Polyethylene Terephthalate (PET)

Polyamide (PA, Nylon-12, Nylon-6)

Polyacrylate, Acrylates Copolymer, Carbomer

Polyquaternium-7/-10/-11

Silikone wie Dimethicone (kein klassisches Mikroplastik, aber ähnlich umweltbelastend)


Diese Stoffe optimieren kurzfristig Konsistenz oder Hautgefühl – belasten aber langfristig Umwelt und Gewässer.

 


 

Wie erkennt man hochwertige, plastikfreie Produkte?

Naturkosmetik-Siegel wie COSMOS, Natrue, BDIH verbieten Mikroplastik vollständig.

Apps wie CodeCheck oder ToxFox helfen beim schnellen Überprüfen.

Klare INCI-Listen ohne lange Kunststoffketten sind ein guter Hinweis.

Manufakturkosmetik setzt oft auf kurze Rezepte, natürliche Rohstoffe und vollständige Transparenz.


Faustregel: Je natürlicher und kürzer die Zutatenliste, desto besser.

 


 

Natürliche Alternativen aus traditioneller Herstellung

Hochwertige Naturkosmetik kommt seit jeher ohne Plastik aus und nutzt reine Rohstoffe wie:


• Pflanzenöle & -butter (z. B. Olivenöl, Sheabutter, Mandelöl)

• Blütenwasser & Hydrolate

• Tonerden & Heilerde

• Bienenwachs & pflanzliche Emulgatoren


Diese Inhaltsstoffe pflegen sanft, nachhaltig und ohne ökologische Nebenwirkungen.

 


 

Fazit

Mikroplastik ist unsichtbar – aber nicht harmlos. Wer Inhaltsstoffe versteht und bewusst wählt, schützt nicht nur die Umwelt, sondern auch die eigene Haut. Handwerklich hergestellte Naturkosmetik zeigt seit Jahrhunderten: Pflege funktioniert auch ohne Plastik – natürlich, wirksam und verantwortungsvoll.