Markthallen sind oft architektonische Meisterwerke. Im 19. Jahrhundert nannte man sie „Kathedralen des Bauches“. Doch ihre Bauweise war nie nur Deko, sondern folgte strikten Funktionen: Licht, Luft und Hygiene. Ein Blick auf die Baukultur, die wir bewahren.
Eisen, Glas und Backstein
Die Arminiusmarkthalle (eröffnet 1891) ist ein klassisches Beispiel für die Industriearchitektur der Gründerzeit. Filigrane Eisenkonstruktionen ermöglichten riesige, stützenfreie Räume. Große Glasflächen ließen Tageslicht herein, ohne die Ware durch direkte Sonne zu verderben. Hohe Decken sorgten für Luftzirkulation („natürliche Klimaanlage“), damit Gerüche abziehen konnten. Diese Gebäude waren High-Tech ihrer Zeit. Sie waren funktionale Schönheit.
Denkmalschutz als Zukunftsaufgabe
Heute sind diese Hallen Identitätsstifter. In Rothenburg ob der Tauber haben wir mit der Schrannenscheune eine ganz andere, aber ebenso faszinierende Architektur: Historisches Gebälk, massive Mauern, landwirtschaftlicher Charme. Unsere Aufgabe bei Zunft[Werk] ist es, diese Baukultur zu respektieren. Wir bauen nicht gegen das Gebäude, sondern mit ihm. Wir nutzen die alte Substanz für moderne Bedürfnisse.
Architektur, die man fühlen kann
Warum fühlen wir uns in diesen Hallen so wohl? Weil sie „echt“ sind. Sie haben Patina. Sie erzählen Geschichten von Generationen, die hier gehandelt haben. Wenn du Produkte aus unserem Zunft[Werk] Shop kaufst, finanzierst du indirekt den Erhalt dieser Baudenkmäler mit. Denn eine Markthalle kann nur überleben, wenn sie genutzt wird. Jeder Einkauf ist ein kleiner Baustein für den Erhalt dieser „Kathedralen“.