Städte sind riesige Ressourcenfresser. Lebensmittel rein, Müll raus. Das Konzept der „Circular City“ (Kreislaufstadt) will das ändern. Ziel ist es, Stoffkreisläufe zu schließen. Markthallen und regionale Netzwerke sind dabei die effizientesten Recycling-Maschinen.
Vom Abfall zum Wertstoff
In einer perfekten Kreislaufwirtschaft gibt es keinen Müll. Bioabfälle aus der Markthalle landen nicht in der Tonne, sondern in der Biogasanlage oder als Kompost auf dem Acker des Bauern, der nächste Woche wieder das Gemüse liefert. Markthallen erleichtern diese Logistik enorm, weil hier viele Erzeuger und Verbraucher an einem Ort gebündelt sind.
Unverpackt und Mehrweg
Ein riesiges Thema ist Verpackungsmüll. In der Arminiusmarkthalle wird oft lose verkauft oder in Mehrwegsystemen. Der Weg vom Erzeuger zum Marktstand ist kurz und braucht keine aufwendige Plastikversiegelung wie im Supermarkt. Auch bei Zunft[Werk] optimieren wir ständig: Wir nutzen nachhaltige Versandmaterialien und bündeln Bestellungen, um Kartonage und CO2 zu sparen.
Regionale Kreisläufe stärken
In der Zeche Westerholt bei Dortmund und in der Schrannenscheune Rothenburg planen wir von Anfang an in Kreisläufen. Wie können wir Wärme zurückgewinnen? Wie vermeiden wir Food Waste? Circular Economy ist für uns kein Modewort, sondern ökonomische Vernunft. Denn was man nicht wegwirft, muss man nicht neu kaufen. Das schont den Geldbeutel der Händler und die Umwelt. Ein Prinzip, das so alt ist wie die Zunft selbst.