Tactical Urbanism - Kleine Eingriffe, große Wirkung

Tactical Urbanism - Kleine Eingriffe, große Wirkung

Große Masterpläne dauern oft Jahrzehnte. „Tactical Urbanism“ (Taktischer Urbanismus) geht einen anderen Weg: Schnell, kostengünstig und oft temporär Dinge ausprobieren, um zu sehen, ob sie funktionieren. Ein Ansatz, der Mut macht – auch für neue Zunft-Standorte.

Einfach mal machen

Ein Parkplatz wird für einen Monat zum Schanigarten. Eine Brachfläche wird zum Pop-up-Markt. Tactical Urbanism testet das Potenzial von Orten durch „Aktion“. Wenn es gut ankommt, wird es verstetigt. Das macht Stadtentwicklung agil und bürgernah. Es senkt die Hemschwelle: Man muss nicht gleich eine Millionen-Investition tätigen, um zu beweisen, dass ein Viertel reif für einen „Dritten Ort“ ist.

Von der Idee zur Institution

Auch Zunft[hallen]-Projekte beginnen oft mit einer Vision und kleinen Schritten. Bevor die Schrannenscheune in Rothenburg in vollem Glanz erstrahlt, geht es darum, den Ort bereits im Bewusstsein der Menschen zu verankern – durch Vor-Ort-Events oder Pop-up-Verkostungen. In Dortmund nutzen wir diesen Spirit, um herauszufinden, was das Quartier wirklich braucht. Und Zunft[Werk] unterstützt diesen taktischen Ansatz: Wir bieten kleinen Manufakturen („Start-ups des Handwerks“) eine Plattform, ihre Produkte zu testen und eine Fanbase aufzubauen, ohne sofort einen eigenen Laden mieten zu müssen. Wir sind das Sprungbrett für die Macher der Stadt.